Bahay Tuluyan, Philippines

(von Fabio Hoffmann , veröffentlicht am 02.03.2018)

Bei Bahay Tuluyan zu arbeiten ist nicht nur vielseitig und abwechslungsreich, sondern auch immer wieder (durch spontane Geschehnisse) sehr amüsant. Außerdem sorgen die Filipinos oft mit ihrer humorvollen, stressfreien Art dafür, dass Arbeit nicht als die leistungsorientierte Tätigkeit gesehen wird, die man aus Deutschland oder anderen ,,hoch Entwickelten" Ländern kennt.

Ausblick vom Makabata Guesthouse, der Social Enterprise von Bahay Tuluyan auf Malate in der Hauptstadt Manila

Bahay Tuluyan Quezon, den Center für die Jungen der Einrichtung.

Ob Büroarbeit (inklusive -verlagerung), Vorbereitung für relativ häufige Events (oft mit reichlich gutem Essen verbunden), Farmarbeit im Center (Schweinefutterherstellung, Füttern der Schweine & Hühner, aber natürlich auch Schlachten) oder auf dem Reisfeld oder Hausaufgabenhilfe, es gibt immer was zu tun!

Zu meinen persönlichen Favoriten zählen die Küchen- und Farmarbeit, vor allem aber die Arbeit auf dem Reisfeld, die genau so anstrengend wie entspannt sein kann, wenn es nach dem Mittagessen bei starker Hitze erst mal eine ausgedehnte Mittags(schlaf)pause gibt. Gewisse Mitarbeiter sorgen mit ihrer ansteckenden und immerwährenden guten Laune außerdem dafür, dass es ständig was zu lachen gibt.

Andere, ältere Mitarbeiter sorgen stattdessen mit ihrer positiven, sehr ruhigen Ausstrahlung für das angenehmste Arbeitsklima überhaupt. Schwer in Worte zu fassen - man muss es erleben!

Allgemein ist das Gemüt der Philippinischen Bevölkerung sehr entspannt, selbst wenn das Haus mal unter Wasser steht, was hier nicht gerade eine Seltenheit ist - sobald man als Weißer durch die Straßen läuft ist man sowieso ständig von lächelnden Gesichtern umgeben und wird beispielsweise beim Besuch im Schwimmbad auch einfach mal spontan an einen Tisch gewunken und mit bestem Essen vollgestopft.

Die Freizeit lässt sich hier - auch unter den Richtlinien des Freiwilligendienstes - relativ spontan und äußerst erholsam gestalten. Öffentliche Verkehrsmittel sind sehr günstig und in jede Richtung gibt es, oft unweit vom eigenen Standort entfernt, verschiedene Ziele die einen Besuch wert sind. Ob unzählige Strände, ruhige, tropisch bewachsene Berge oder solche in höher gelegenen und kühleren Regionen, mit einer entsprechend diversen Landschaft, hier sollte ein jeder Naturliebhaber auf seine Kosten kommen. Zusätzlich kann man sich auch in eine der zahlreichen Shoppingmalls und -Meilen der Städte zurückziehen und gewissermaßen ein wenig Heimatgefühl aufleben lassen, denn die modernen Einkaufshäuser bilden einen starken Kontrast zum Großteil des restlichen Landes und stehen solchen in der westlichen Welt in nichts nach.

Eine Grabstätte, wie sie noch vor nicht allzu langer Zeit aktiv genutzt wurde, um die zuvor mumifizierten Toten darin zu vergraben (in den ,Särgen liegen noch Mumien)

Bunte Küken, die während eines sonntäglichen Gottesdienstes als Spielzeug verkauft werden.

Hundred Islands National Park nördlich von Manila. Für ca. 25€ kann man hier auf kleinen einsamen Inseln übernachten.

Einsamer Sandstrand in der Nähe von San Rafael an der Ostküste der Philippinen

Blick auf die Reisfelder rund um Bahay Tuluyan Laguna, dem Center für die Mädchen