EvGBM Workcamp NOLA 2018

Dieses Jahr haben nicht nur die Langzeitfreiwilligen, sondern auch eine Gruppe von Schülern den Sprung in ein neues Land gewagt. Was sie gesehen, erlebt und gelernt haben erfährst Du hier im nächsten Newsletter.

In dieser Organisation engagieren sich Hauptamtliche und viele Freiwillige für den Wiederaufbau der Stadt und das nachbarschaftliche Leben. Für 3 Wochen waren ebenfalls 12 Schüler und Schülerinnen mit 3 Betreuern des Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg tatkräftig am Werk.

NOLA Tree Project und Super Service Challenge

Die Schüler arbeiteten auch beim NOLA Tree Project und haben das Projekt unterstützt. Hier gehts zum Video. Mit deiner Stimme kannst du das Projekt zusätzlich unterstützen

Tagesbericht vom 16.6.2018

Heute morgen ging es zu einer Sporthalle einer Schule ,in der die komplette Wand von uns neu gestrichen wurde. Es war sehr anstrengend, da man sehr genau arbeiten musste, um die komplette alte Farbe zu überstreichen und die Grenzen zwischen Blau und Weiß nicht übermalen durfte.

Am Mittag hat uns die Schulleiterin Sandwiches vorbei gebracht, was die 2 FSJler des Vereins in den 10 Monaten, wo sie im Camp Restore waren, noch nie erlebt haben. Das war eine sehr große Ehre für uns und die Gruppe hat sich auch sehr über das Essen gefreut. Nachdem wir dann wieder im Camp angekommen sind, gab es noch ein kurzes von der Gruppe selbst zubereitetes Essen. Am Abend sind wir noch zu einem Baseball Spiel der New Orleans Baby-Cakes gefahren, was aufgrund der großartigen Stimmung und Atmosphäre eine tolle Erfahrung war.

Tagesbericht vom 16.6.2018

Wenn man das Wort "Poolparty" hört, denkt man meistens an strahlenden Sonnenschein, gutes Essen und viel Spaß im Wasser. Und genauso war es heute bei uns. Unsere netten Gastgeber, David und Lorie, verwöhnten uns so gut es ging und boten uns die verschiedensten leckeren Speisen und Getränke an. Die Jungs unterhielten alle mit allerlei Kunststücken, die sie vom Sprungbrett aus vorführten. Am Nachmittag reinigten wir das Camp, was trotz durch die von der Poolparty bedingte Müdigkeit, nach 2 Stunden wieder blitzte und blinkte.

6.6.2018

Heute morgen fuhren wir zum Business District in New Orleans, wo wir das World War 2 Museum besichtigen konnten. Es war sehr interessant die Geschichte des zweiten Weltkrieges aus der Sicht der Amerikaner zu sehen. Als sehr toll empfunden habe ich, die detailreiche Gestaltung des Museums, wie zum Beispiel ein Raum mit Schneeeffekten welcher die kalte Zeit des Krieges besser verdeutlichen sollte. Überaus begeistert hat mich die originale Karte auf der, der Westerwald mit Umgebung zu sehen war. Außerdem hat uns Walt Burgoyne, stellvertretene Leiter für Bildung des Museums, eine großzügige private Spende zukommen lassen, wodurch es uns ermöglicht wurde, einen sehr eindrucksvollen 4D-Film über die Kriegsführung der Amerikaner zu sehen. Danach sind wir noch zu einem kurzen Aufenthalt in ein Museum gefahren, welches einen Einblick in die Welt der Kostüme geboten hat, die zum Mardi Gras (einem Festival aus New Orleans wo viel Musik gespielt wird und man sich kostümiert) getragen werden. Es war sehr faszinierend einen Einblick in eine uns fremde Kultur zu erhalten. Die Menschen dort erzählten uns von ihrer Kultur und haben uns an ihrer Leidenschaft teilhaben lassen. Es ist ein sehr emotionales Fest für die Personen hier und sie versuchen dieses natürlich beizubehalten und auch mehr Menschen von dieser Kultur zu begeistern.

Tagesbericht vom 7.6.2018

Strahlend blauer Himmel und leuchtender Sonnenschein erwarteten uns als wir morgens die Fähre bestiegen, die uns zur "West Ship Island" fahren sollte. Nach einigen Meilen wurde uns mitgeteilt, dass nicht weit von uns entfernt einige Delfine das Boot begleiteten. Zerstreut sah man nur die Rückenflossen doch als wir an ihnen vorbei fuhren, sprangen sie über die Wellen, welche die Fähre verursachte. Es war sehr eindrucksvoll, die Delfine auch mal außerhalb des Zoos zu sehen.

Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir den Strand und uns überraschte das warme seichte Wasser. Am Ende des Tages bekamen wir noch ein ehemaliges Fort vorgestellt, was uns einen interessanten Einblick in die Kolonial Zeit gab.

Nachmittags fuhren wir dann müde, aber glücklich wieder mir der Fähre zurück.

So nutzten wir den Tag mit Ball spielen, Sonne genießen und neue Dinge über Amerikas Geschichte zu erfahren. Und obwohl wir nachher fast alle einen Sonnenbrand bekommen haben, war es ein sehr schöner Tag, den wir alle ausnahmslos genossen haben.


8.6. Heute bagann Philipp den Tag mit einem sehr interessanten Vortrag über die Sklaverei in Amerika.

Anschließend machten wir uns, mit unserem erweitereten Wissenhorizont auf den Weg zur Whitney Plantage. Dort nahmen wir an einer spannende Führung über das Leben der Sklaven teil. Das Besondere war der Einblick in die Sichtweise der Sklaven dieser Zeit, da meist, auf anderen Plantagen, ausschließlich über das Leben der "Master" (Sklavenhälter) berichtet wird. Wir hatten zudem die Möglichkeit, während der Führung, verschiedene Dinge zu besichtigen und zu fotografieren, wie zum Beispiel Denkmäler, in denen viele Namen und Geburtsdaten von den Sklaven aufgeschrieben und verewigt wurden, sowie Zitate der Sklaven, welche ihr kurzes Leben (meist zwischen 10 und 15 Jahren) auf der Plantage wiedergaben. Dies war gleichzeitig ein sehr bewegender Moment, da die vielen Namen an den Denkmälern gezeigt haben, wie viele Menschen schlecht behandelt, gefoltert oder sogar zu Tode geprügelt wurden. Anschließend konnten wir, in einem dazugehörigen Shop, Souvenirs und Bücher, in denen die Geschichte der Sklaven auch noch einmal verfasst wurde, erwerben.

Insgesamt war es ein besoners schöner sonniger und warmer Tag, an dem wir viel über die Vergangenheit Amerikas erfahren haben und durch die Führung auf der Plantage einen neuen Einblick auf die Sklaverei bekommen haben, durch die von den Sklaven damals selbst verfassten Zitaten.


9.6

Nach einem selbstorganisiertem Frühstück, begannen wir das komplette Camp zu reinigen, womit wir durch gute Teamarbeit in wenigen Stunden fertig waren. Ans Mirtagessen anschießend besuchten wir das Gulfport Premium Outlet Shopping Center. Dort gab es die Möglichkeit in diversen Markengeschäften einzukaufen oder verschiedene Speisen und Getränke zu genießen.

Am Abend machten wir uns auf den Weg zum Deutschen Haus, eine Art Verein in dem die deutsch Lebensart zelebriert wird. Die verschiedenen Mitglieder haben unterschiedliche Beziehungen zu Deutschland welche von einer kurzen Rundreise bis hin zu deutschen Staatsbürgerschaft reicht. Es war eine interessante Erfahrung zu sehen, wie die Menschen mit denen ich mich unterhalten habe, zu Deutschland stehen und wie sehr sie darauf brennen einmal dorthin zu kommen. Auch über Geschenke wie eine Tüte Haribo wurde sich sehr gefreut.

Auch scheuten sich die Leute dort nicht, einem persönliche Geschichten zu erzählen, welche mir Deutschland zu tun haben

Es war ein ereignisreicher Tag, und vor allem der Abend sehr merkwürdig da es ein besonderes Gefühl ist von völlig fremden Menschen einen mitreißenden Applaus und zustimmende Rufe zu erhalten.


10.6.

Am Sonntagmorgen hatten wir die Chance an einem Gospel Gottesdienst teilzunehmen. diesen haben wir bereits in einer kleinen Gruppe zwei Lieder eingeubt, die wir dann als Chor vorgestellt haben. Von den Kirchenmitgliedem wurden wir so herzlich empfangen, als wären wir Teil einer Familie, denn alle kamen freundlich auf uns zu und haben uns umarmt oder die Hände geschüttelt. Was mir besonders aufgefallen ist, ist wie offen die Gemeinde mit ihren privaten Problemen und ihrem Glauben umgeht. Zu Beginn des Gottesdienstes hatte jeder die Möglichkeit den anderen zu erzahlen, für wen sie heute beten möchten, dabei lassen alle ihren Emotionern freien lauf Das war ein deutlicher Unterschied zu deutschen Gottesdienst. Problemen anderen zu erzahif wien des Gottesdienstes hat Ein kleiner Gospelchor hat frohliche Stimmung verbreitet und den ganzen Raum mit Gesang gefült.


11.6. (KIPP- Schule)

Als wir an der KIPP-Schule (Knowledge Is Power Program) ankamen, wurden wir direkt zur Besprechung der Aufgaben in die Turnhalle geführt.

Diese Schule wird von Schülern und Schülerinnen im Alter von fünf bis vierzehn Jahren besucht, von denen die meisten bereits mit einer traumatischen Erfahrung belastet sind.

Heute haben wir geholfen das äußere Erscheinungsbild der Schule zu verschönern indem wir alte Pflanzen entfernt und neue Pflanzen und Bäume eingepflanzt haben. Dies diente nicht nur dem Zweck, dass das Gebäude geschützter ist, sondern auch dass die Kinder sich willkommen fühlen und das Gefühl haben etwas wert zu sein.

11.6. (Bei der Gemeinde ' Christ the King')

Als ich mich heute morgen ins Auto setzte, wusste ich, dass der Tag ganz anders als die letzten werden würde - doch ob die Veränderung positiv oder negativ ausfallen würde, das würde ich erst in Nachhinein wissen. Heute stand nämlich "Babysitting" an und dass Kinder nicht immer einfach sind, weiß man ja auch. Als wir jedoch im Ortsteil Kenner, bei der Gemeinde Christ the King ankamen und die erste Schüchternheit der dreijährigen Kinder überwunden war, wurden wir sowohl von den Kindern als auch von den Erzieherinnen herzlich und mit offenen Armen begrüßt. Es wurde gemalt, Bücher angeschaut und auf der Hüpftburg gesprungen. Man hat wirklich gemerkt, dass die Kinder gerne mit uns gespielt haben und auch mir hat es sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich schon darauf morgen alle wieder zu sehen.


12.6.

Zu Beginn des Tages wussten wir ein weiteres Mal nicht was uns heute erwarten würde.

Bei Ankunft am heutigen Arbeitsplatz konnte man bereits einen sehr bunten, etwas chaotischschen Garten vernehmen, der auf mich einen besonders einladenden Eindruck gemacht hat. Gloria, die Besitzerin des Gartens, begrüßte uns herzlich und nach einigen Worten der Begrüßung und Erklärung zum Ort gab sie einzelnen Grüppchen direkt die ersten Aufgaben. Es war sehr warm und für mich auch tatsächlich anstrengend. Obwohl ich zu Beginn eher undankbare Aufgaben wie etwa das Unkraut eines Kräuterbeets (in dem mehr Unkraut als Kräuter wuchsen) zu entfernen, Müll aufzusammeln oder die Blätter von Ästen zu entfernen, damit Kinder diese später bemalen konnten, auf dem Plan standen, war ich trotzdem durch den Enthusiasmus und die Dankbarkeit von Gloria für unsere Hilfe stets motiviert weiter zu machen und alles so gut zu erledigen, wie ich es irgendwie konnte.

Gegen Ende des Arbeitstag waren viele Aufgaben erledigt und die ganze Gruppe hat bei dem heutigen größten Projekt, dem Bauen eines Zauns, mitgeholfen. Hierbei hatten wir alle sehr viel Spaß. Ich fand, dass das ein weiteres Erlebnis war, dass unsere Gruppe näher zusammen gebracht hat. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung, weil Gloria uns die Gestaltung des Zauns komplett freigestellt hat. Die einzige Voraussetzung war, dass wir kreativ sein sollten. Dies fand ich sehr bewundernswert, weil sie ihren Garten völlig Fremden und dann auch noch Jugendlichen überließ. Am Ende war sie jedoch sehr glücklich und zufrieden mit dem, was heute von uns geschafft wurde.